Nicht mal 24 Stunden hielt sich Barack Obama in Ghana auf, da kann man kaum vom ersten regelrechten Afrikabesuch des ersten schwarzen Präsidenten der USA sprechen. Dazu hätte sich der Sohn eines Kenianers vielleicht doch mehr Zeit nehmen und auch ein paar andere Länder als nur den westafrikanischen Musterstaat mit seiner Anwesenheit beehren sollen.
Und doch hat der Meister der medialen Kommunikation die Stippvisite aufs Eindrucksvollste genutzt und mit seiner Rede vor Ghanas Parlamentariern ein auf dem ganzen Kontinent wahrgenommenes Signal gesetzt. Deren Motto war: Afrika ist für sich selbst verantwortlich und muss endlich besser regiert werden, damit dem Kontinent auch besser geholfen werden kann.
Das ist kein revolutionärer Ansatz, aber er konnte so klar und deutlich nur von einem "Sohn Afrikas" formuliert werden. Jedem nichtschwarzen Gast hätte man typisch westliche Bevormundung vorgeworfen. So aber brechen jetzt für afrikanische Autokraten und Demokratieverhöhner harte Zeiten an.
Seit Februar 2010 laufen Bauarbeiten am Stuttgarter Bahnhof. Diskussion, Hintergründe, Fotostrecken und mehr im FR-Spezial.
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