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Kommentar: Hessens doppelte Lektion

Zweierlei konnte man in den vergangenen Tagen in Hessen kostenlos studieren: gesetzestechnischen Dilettantismus einerseits und profilsüchtige Machtinszenierung andererseits. Von Pitt von Bebenburg

Pitt von Bebenburg ist Landtagskorrespondent der Frankfurter Rundschau in Wiesbaden.
Pitt von Bebenburg ist Landtagskorrespondent der Frankfurter Rundschau in Wiesbaden.
Foto: FR

Zweierlei konnte man in den vergangenen Tagen in Hessen kostenlos studieren: gesetzestechnischen Dilettantismus einerseits und profilsüchtige Machtinszenierung andererseits. Ein gewichtiger Unterschied besteht allerdings zwischen diesen Studien-Gegenständen. SPD und Grüne haben ihre Panne eingestanden und das Gesetz zur Abschaffung von Studiengebühren formell korrigiert. Den Machtkampf hingegen, den der nur noch geschäftsführende CDU-Ministerpräsident Roland Koch auf alberne Weise auf die Spitze treibt, hat er weder eingestanden noch beendet.

Politischen Gewinn zieht keiner daraus. Koch will seine Widersacher als Politiker vorführen, die ihr Handwerk nicht verstehen. Er selbst aber steht als Trickser da, dem kein Weg zu schmutzig ist, wenn nur genügend Dreck am Gegner hängen bleibt.

Fast könnte man darüber vergessen, worum es eigentlich ging. Die Studiengebühren sind abgeschafft. Das ist die gute Nachricht. In Hessen kann man vom Winter an nicht nur bizarre Politik unentgeltlich studieren, sondern alle anderen Studienfächer auch.

Autor:  PITT VON BEBENBURG
Datum:  17 | 6 | 2008
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