Aktuell: Schicksal von Tugçe A. | Burger King | Polizeigewalt in Ferguson | Eintracht Frankfurt | Fußball-News

Meinung
Kommentare, Kolumnen, Analysen

15. August 2012

Kommentar: Idee von Bologna ist nicht gescheitert

 Von Katja Irle
So viele Studenten wie noch nie strömen in diesem Jahr an die Universitäten. Foto: dpa

Selbst die härtesten Kritiker der größten Studienreform in Europa erkennen zehn Jahre nach der Einführung an, dass die politische Grundidee nach wie vor bestechend ist.

Drucken per Mail

Der Bologna-Prozess ist zu Recht umstritten, aber er ist alternativlos. Selbst die härtesten Kritiker der größten Studienreform in Europa erkennen zehn Jahre nach der Einführung an, dass die politische Grundidee nach wie vor bestechend ist: ein Studium ohne Grenzen und ein ungehinderter Austausch zwischen Wissenschaftlern an den Hochschulen Europas.

Dass oft mehr Hürden auf- statt abgebaut wurden, kann man nicht einseitig der Reform anlasten. Wenn der Chef der deutschen Hochschulrektoren, Horst Hippler, Bologna nun madigmacht, hat er nur zum Teil Recht. Er und andere Hochschulchefs hatten es in der Hand, die Studiengänge auch nach ihren Vorstellungen umzugestalten. Wer die Schmalspurausbildung beim Bachelor beklagt, könnte ihm auch mehr als sechs Semester gönnen. Beim Übergang zum Master bauen die Hochschulen ebenfalls neue Hürden auf, indem sie den Zugang durch Numerus clausus reglementieren. Die unterfinanzierten Hochschulen handeln zwar aus einer Notlage heraus, doch der Effekt ist verheerend. In diesem Jahr strömen so viele Studenten wie noch nie an die Universitäten. Doch die klugen Köpfe der Wissensgesellschaft müssen erst einmal um einen Platz im Hörsaal kämpfen.

Mit Bologna hat das wenig zu tun, aber sehr viel mit dem nicht gehaltenen Versprechen, dass Bildung in Deutschland Priorität hat.

Zur Homepage
comments powered by Disqus
Ressort

Leitartikel, Analysen und Kolumnen unserer Autoren und Korrespondenten


Thema
Blockupy-Demo am 22. November 2014 in Frankfurt

In Ferguson erschießt der weiße US-Polizist Darren Wilson den unbewaffneten schwarzen Teenager Michael Brown. Er wird nicht angeklagt und verteidigt sein Handeln. Dagegen regt sich Protest im ganzen Land. Sehen Sie dazu unsere Fotostrecke.

Das Thema im Überblick:

Aktuell: Polizei-Schütze Wilson hat reines Gewissen
Kommentar: Benachteiligte reagieren mit Gewalt
Interview: US-Experte Christian Lammert über die Benachteiligung der Schwarzen
Hintergrund: Struktureller Rassismus

FR-Schwerpunkt

Was ist gerecht?

Was ist gerecht?

WIRKLICH? Wie ungleich darf eine Gesellschaft sein – und was ist eigentlich Gerechtigkeit? Der große Schwerpunkt der Frankfurter Rundschau.

FR-Online: Ergänzende Informationen und ausgewählte Texte zum Thema im Online-Dossier.

iPad-App: Alle großen Stücke des Schwerpunkts - interaktiv in preisgekrönter Aufbereitung. Informationen und Bestellformular.

Zeitung: Sämtliche Analyen und Interviews im Vorteils-Abonnement - keine Folge verpassen und dabei noch anderen helfen. Das ist gerecht. Bestellformular.

Wie würden Sie Deutschland gerechter machen? Gibt es eine Ungerechtigkeit, der die Frankfurter Rundschau unbedingt nachgehen sollte? Reden Sie mit - auf unserer interaktiven Webseite.

STUDIE! Die FR möchte auch nach wissenschaftlichen Maßstäben das Gerechtigkeitsempfinden erforschen. Nehmen Sie teil an unserer Umfrage!

Videonachrichten Politik