Aktuell: Fußball-EM 2016 | US-Wahl | Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Zuwanderung Rhein-Main
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Meinung
Kommentare, Kolumnen, Analysen

07. Oktober 2008

Kommentar: Kein Aufstand der Demokraten

 Von MORITZ KLEINE-BROCKHOFF
Moritz Kleine-Brockhoff ist Korrespondent der Frankfurter Rundschau für Südostasien.  Foto: FR

Thailands populistische Regierungspartei ist korrupt, allen voran ihr wahrer Chef, der im Exil lebende Expremier Thaksin. Egal wie der Machtkampf ausgeht: In Thailand sind keine guten Zeiten in Sicht, meint Moritz Kleine-Brockhoff.

Drucken per Mail

Thailands populistische Regierungspartei ist korrupt, allen voran ihr wahrer Chef, der im Exil lebende Expremier Thaksin. Wenn Demonstranten sich gegen solche Fieslinge auflehnen, ist man geneigt, auf ihrer Seite zu stehen. Die Protestler tragen Thailands nettes Königsgelb und nennen sich "Volksallianz für Demokratie". Auch das verleitet zu Wohlwollen. Ende 2005, als die Bewegung erstmals friedlich Lieder sang, war Sympathie angemessen.

Doch es ist längst Zeit, sie zu verurteilen. Wer Parlament, Flughäfen und Polizeistationen belagert, wer Gewalt anwendet, hat die Autorität verloren, Rechtsstaatlichkeit einzufordern. Es handelt sich auch gar nicht um eine "Volksallianz". Die Mehrheit des Volks hat wiederholt die Thaksin-Clique gewählt.

Die Allianz ist auch nicht für Demokratie. Weil Wahlen dauernd verlorengehen, sollen, ginge es nach der Allianz, Parlamentarier künftig ernannt werden. Dass die Bewegung zum undemokratischen Haufen verkommen ist, macht die Regierung nicht besser.

Egal wie der Machtkampf ausgeht: In Thailand sind keine guten Zeiten in Sicht.

[ Wie wollen wir wohnen? Die neue FR-Serie - jetzt digital oder gedruckt vier Wochen lang ab 19,50 Euro lesen. Hier geht’s zur Bestellung. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus den Inland und Ausland, Analysen und Kommentare.

Parteitag

Darum bleibt „Die Linke“ saft-und kraftlos

Von  |
Der Tortenwerfer ersparte Linke-Politikerin Wagenknecht eine heikle Debatte.

Linker Populismus ist rechtem Populismus zuweilen gefährlich nahe - darüber beim Linke-Parteitag offen zu reden, hätte sich gelohnt. Doch dazu kam es nicht. Der Leitartikel. Mehr...

Atomwaffen

Worte der Hoffnung

Obama: „Aber wir müssen auch den Mut haben, der Logik der Angst zu entkommen und eine Welt anstreben ohne Atomwaffen.“

Barack Obama spricht erneut von einer Welt ohne Atomwaffen. Er weckt damit Erwartungen, die er selbst nicht erfüllen kann. Doch sein Traum könnte ein Ziel für die Menschheit sein. Mehr...

Verlagsveröffentlichung


Der Kampf um die Startbahn West +++ Tschernobyl-Katastrophe erreicht Frankfurt +++ Attentate erschüttern Rhein-Main-Gebiet +++ Der Main erhält ein Museumsufer +++ Hochhäuser in Frankfurt

Videonachrichten Politik
Dossier


Millionen Menschen verlassen ihre Heimat. Sie fliehen vor Krieg oder Umweltschäden; sie suchen Arbeit, ein besseres Leben. Nicht wenige sterben, etwa vor Lampedusa. Andere schaffen es nach Deutschland - und werden hier nicht immer gut behandelt.

Übersichtsseite - alles auf einen Blick.

Zuwanderung in Frankfurt und Rhein-Main.

Schicksale - die betroffenen Menschen.

Lampedusa - Europa schottet sich ab - die Folgen.

Anzeige

Talkshow-Kritiken auf einen Blick
Meinung