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Kommentar: Kein Cognac mit Verleihern

IG Metall und DGB gehen eine interessante Partnerschaft mit der Zeitarbeitsbranche ein - auch wenn es keine Freundschaft ist. Von Martin Brust

Martin Brust ist Mitarbeiter der Regionalen Wirtschaftsredaktion der FR.
Martin Brust ist Mitarbeiter der Regionalen Wirtschaftsredaktion der FR.
Foto: Andreas Arnold

"Wir sind keine Freunde, wir gehen nicht abends noch einen Cognac zusammen trinken", sagt der Frankfurter IG Metall-Bezirksleiter Armin Schild über die Vertreter der Zeitarbeitsbranche.

Aber ein neues Kapitel der Zusammenarbeit zwischen IG Metall und DGB auf der einen und Leiharbeitsbranche auf der anderen Seite sei Binz.he schon. Die Initiative "Bildung in Zeitarbeit Hessen", die Gewerkschaften und Zeitarbeitsverbände am Montag gestartet haben, läuft auf eine Flexibilisierung von Weiterbildungsmaßnahmen hinaus. Sie ergänzt also den Trend zu immer flexiblerer Arbeit, für den die Zeitarbeit steht.

Wenn Schild auch keine Freundschaft mit den - früher von Linksaußen auch mal als Sklavenhändler verschrieenen - Zeitarbeitsfirmen schließen mag, so gehen IG Metall und DGB doch eine interessante Partnerschaft mit der Branche ein.

Für konservative Linke mag das ein Fehler sein. Wer so denkt, für den ist Zeitarbeit generell Teufelswerk, soll jeder Arbeitsplatz eine unbefristete Vollzeitstelle direkt im Unternehmen sein. Das ist sicher wünschenswert, geht aber an der Realität auf dem Arbeitsmarkt vorbei. Diese sinnvoll zu gestalten ist allemal besser, als sich in Fundamentalopposition eine andere zu wünschen.

Autor:  MARTIN BRUST
Datum:  7 | 4 | 2009
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