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Kommentar: Kochs Risiko

Nach CDU und FDP fordern jetzt auch die Grünen, dass Langzeitarbeitslose eine Betreuung aus einer Hand erhalten. Spannend wird zu beobachten sein, wie sich die schwarz-gelbe Regierung im Bund in dieser Frage verhält. Von Pitt von Bebenburg

Pitt von Bebenburg ist Landtagskorrespondent der Frankfurter Rundschau.
Pitt von Bebenburg ist Landtagskorrespondent der Frankfurter Rundschau.
Foto: FR

Wenn die Opposition mit Getöse auf die Regierung eindrischt, vertritt sie normalerweise eine entgegengesetzte Meinung als diese. Am Montag war es mal ganz anders.

Vehement sprang der Grüne Marcus Bocklet dafür in die Bresche, dass Langzeitarbeitslose eine Betreuung aus einer Hand erhalten. Das ist allerdings schon lange die Position von Ministerpräsident Roland Koch - und auch Hessens FDP bekannte sich dazu.

Spannend wird eher zu beobachten sein, wie sich die schwarz-gelbe Regierung im Bund in dieser Frage verhält. Auf diese Unklarheit zielen die Grünen denn auch mehr als auf Wiesbadener Positionen.

Tatsächlich könnten die Berliner Regierenden den Ministerpräsidenten Koch erneut in die Bredouille bringen - ähnlich wie vor einigen Monaten, als noch die große Koalition im Bund regierte.

Damals brüskierte die Union im Bundestag den Hessen und die anderen Ministerpräsidenten, als sie eine vernünftige Lösung zu Fall brachte, die die gemeinsamen Jobcenter von Arbeitsamt und Kommunen gerettet hätte. Das sollte nicht noch einmal passieren - darin dürften sich Koch und die Grünen einig sein.

Autor:  Pitt von Bebenburg
Datum:  17 | 11 | 2009
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