Die Sache liest sich wie ein Agenten-Thriller: Die CIA beauftragt private Söldner mit der Planung geheimer Kommandoaktionen, um Topterroristen zu töten. Der Auftrag geht 2004 an die notorischen Rambos von Blackwater, jener Privatarmee, die schon im Irak als schießwütig auffiel. Dass die privaten Killerkommandos nie zugeschlagen haben sollen, macht die Sache kaum besser.
Wirklich überraschen kann der von US-Medien enthüllte Vorgang nicht. Schließlich wusste man längst, dass die Bush-Regierung auch beim Foltern ihrer Geheimgefangenen die ganz üble Drecksarbeit an Vertrags-Folterknechte ausgelagert hatte. Und man weiß, dass die USA schwarze Listen ihrer Feinde hatten und haben - in Afghanistan darf das US-Militär neuerdings prominente Drogenbosse ausschalten.
Der Mann, der das zu verantworten hat, heißt Barack Obama. Das Anschlagsprogramm des Geheimdienstes immerhin stellte die neue US-Regierung angeblich ein. Der Präsident will nach vorn schauen, nicht zurück. Die CIA-Lizenz zum Töten aber zeigt erneut, warum schonungslose Aufklärung nottut.

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
Countdown für Obama - das Weblog zur US-Wahl
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