Perverse Zustände decken die Sipri-Friedensforscher in ihrem jüngsten Rapport auf: Erst verdienen zynische Transporteure am illegalen Waffentransfer in Konfliktregionen. Und dann kassieren sie noch einmal ab, wenn sie Friedensschützer dorthin bringen, wo die von ihnen gelieferten Waffen das Unheil angerichtet haben. So finanziert die Staatengemeinschaft ihre eigenen Feinde.
Es mag schwierig sein, Fluggesellschaften zu finden, die bereit sind, das Risiko von Transporten nach Kongo oder Darfur zu tragen. Doch das ist keine Ausrede für die makabren Geschäfte, und es gibt nur eine Antwort: Den Waffenschmugglern muss das Handwerk gelegt werden.
Dank der internationalen Flugregister sind die Schmuggelrouten transparent. Da heißt es, die Transporteure in die Pflicht zu nehmen: Wenn sie UN-Truppen und Hilfsorganisationen als Kunden halten wollen, müssen sie ihre Finger von verbotenen Gütern lassen.
Sie werden sich beugen. Nicht aus Idealismus, sondern weil sie kalkulieren können, dass die seriösen Auftraggeber auf Dauer die besseren Zahler sind.

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
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