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Kommentar: Mehr Schutz für Leiharbeiter

Befristete Jobs bedeuten für Beschäftigte Unsicherheit. Doch das Hauptproblem auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind Verträge auf Zeit nicht. Bei Leiharbeit und Minijobs sind schärfere Regeln dringend nötig. Von Eva Roth

Eva Roth ist Wirtschaftsredakteurin der DuMont-Redaktionsgemeinschaft.
Eva Roth ist Wirtschaftsredakteurin der DuMont-Redaktionsgemeinschaft.
Foto: fr

Es stimmt: Befristete Jobs bedeuten für Beschäftigte Unsicherheit. Manche Unternehmen nutzen sie nur, um die Probezeit, die laut Gesetz sechs Monate beträgt, zu verlängern. Und selbstverständlich sind Ketten-Verträge oder der häufige Wechsel von einem Job in die Arbeitslosigkeit und dann zum nächsten Job belastend. Doch das Hauptproblem auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind Verträge auf Zeit nicht.

Befristet Beschäftigte erhalten immerhin in der Regel den gleichen Lohn wie Festangestellte. Für Leiharbeiter gilt das nicht. Die sind im Vergleich zur Stammbelegschaft doppelt benachteiligt: Oft erhalten sie viel weniger Geld, obendrein sind ihre Jobs viel unsicherer. Ähnliches gilt für Minijobber. Laut Gesetz müssen sie bei Entgelt, Urlaub oder Lohnfortzahlung bei Krankheit genauso behandelt werden wie ihre fest angestellten Kollegen. Doch die Realität sieht oft anders aus.

Bei Leiharbeit und Minijobs sind schärfere Regeln dringend nötig. Hier sollte die Opposition Druck machen, um zumindest zu verhindern, dass Schwarz-Gelb die Vorgaben nicht noch weiter lockert.

Autor:  Eva Roth
Datum:  17 | 3 | 2010
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