Der Klimagipfel kreißt – und gebiert einen Riesen-Geldtopf. Die Zeichen stehen gut. Es wäre ein Signal der Hoffnung, dass die Megakonferenzen doch zu etwas gut sind.
Bis zu 100 Milliarden Euro sollen die Industriestaaten in den Grünen Klimafonds einzahlen, damit die vom Klimawandel besonders geplagten Entwicklungsländer schneller auf Ökoenergie umstellen und sich an die Klimaveränderungen anpassen können. Diese Summe soll jährlich zur Verfügung stehen. Gigantisch, aber eben nötig, um die Folgen von Wetterextremen und steigendem Meeresspiegel beherrschbar zu halten. Ohne den neuen Fonds und seine völkerrechtliche Verankerung würde das Geld nie zusammenkommen.
Freilich ist längst noch nicht sicher, dass soviel Geld wirklich fließen wird. Die jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrisen haben die Staatshaushalte so strapaziert, dass hier nicht mehr viel Spielraum ist. Die deutsche Ankündigung, ab 2013 rund 40 Millionen Euro in den Fonds zu zahlen, ist dem wohl geschuldet. Sie beweist guten Willen. Aber es ist der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Um richtig Geld in die Kasse zu bekommen, müssen endlich die lange debattierten neuen Instrumente beschlossen werden: darunter die Finanztransaktionssteuer und Steuern auf Kerosin und Schiffsdiesel. Daran entscheidet sich, wie ernst es den Klimarettern ist.

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
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