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Kommentar: Neue Prämissen

Am besten bringt man zweierlei zusammen, wenn es um Veränderungen an der Eschersheimer geht: Schnelle U-Bahnen, zügige Passanten. Mit Konsequenzen für den Individualreisenden im Auto. Von Matthias Arning

Dr. Matthias Arning leitet die Stadtredaktion der Frankfurter Rundschau.
Dr. Matthias Arning leitet die Stadtredaktion der Frankfurter Rundschau.
Foto: FR

Vier Minuten dreißig. Wie will man das einem Fünfjährigen begreiflich machen. Vier Minuten dreißig, um eine Straße in dieser Stadt zu überqueren. Das ist doch absurd, findet der Fünfjährige: Anderthalb Minuten, um auf der Höhe der Fritz-Tarnow-Straße über zwei Fahrbahnen hinweg zur Trasse der U-Bahn zu gelangen, anderthalb Minuten, um die Trasse der U-Bahn auf der Eschersheimer Landstraße zu queren und noch einmal anderthalb Minuten, um die gegenüberliegende Straßenseite dann wirklich geschafft zu haben. Absurd, völlig absurd.

Und doch kann man den Einwand des Christdemokraten Helmut Heuser nicht einfach in den Wind schlagen, muss man das Argument, eine schnelle U-Bahn mache den öffentlichen Nahverkehr attraktiver, ernst nehmen.

Am besten aber bringt man beide Aspekte zusammen, wenn es um Veränderungen an der Eschersheimer geht. Daraus ergebe sich die Prämisse: Schnelle U-Bahnen, zügige Passanten. Mit Konsequenzen für den Individualreisenden im Auto. Wenn der nicht mindestens zwei Mitfahrer aus seinem Bad Homburg mitnimmt, muss er auf die U-Bahnen ausweichen. Dann aber kommt er recht bald in die City.

Autor:  Matthias Arning
Datum:  3 | 2 | 2010
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