Hier soll keine Neiddebatte geführt werden. Die Arbeit von Ärzten ist hinsichtlich ihrer Verantwortung einzigartig. Doch wenn niedergelassene Mediziner ihre Einkommen seit 2003 um 30 Prozent steigern konnten, Arbeitnehmer aber nur um rund fünf Prozent, dann stimmt etwas nicht im System. Schließlich werden die Ärzte von den Beitragsgeldern der gesetzlich Krankenversicherten bezahlt, also vor allem von Arbeitnehmern.
Die neuen Zahlen des Spitzenverbandes der Krankenkassen zeigen vor allem, dass entgegen den Behauptungen mancher Ärztefunktionäre die Honorarreform 2009 bei den Medizinern angekommen ist. Die Honorare sind sogar stärker gestiegen als erwartet, immerhin um einen Betrag von 700 Millionen Euro.
Doch genug ist genug. Auch die niedergelassenen Ärzte müssen ihren Anteil an der Bewältigung der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegsgeschichte leisten. Sie können nicht so tun, als gehe sie das Milliardenloch im Gesundheitsfonds nichts an. Eine Nullrunde für 2011, wie bereits von Unionspolitikern gefordert, ist dabei das Mindeste.

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
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