Aktuell: Fastnacht 2016 | Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Zuwanderung Rhein-Main | Wintersport
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Meinung
Kommentare, Kolumnen, Analysen

14. Dezember 2012

Kommentar: Obamas Fehleinschätzung

 Von Olivia Schoeller
Ist Obama treu geblieben: Susan Rice.  Foto: dpa

Susan Rice ist Präsident Obama gegenüber immer loyal gewesen, selbst wenn es auf ihre eigenen Kosten ging. Dass er sie nicht vor der Kritik ihrer Gegner in Schutz nahm, ist ein peinlicher Fehler

Drucken per Mail

Seit Susan Rice im Jahr 2007 seinem Wahlkampfteam beitrat, hatte sie vor allem ein Ziel: Barack Obama soll im Weißen Haus regieren. Diesem Credo ist Frau Rice selbst dann treu geblieben, als es hieß, dass sie sich gegen ihre ehemaligen Mentoren, die Clintons, wenden musste. Scharf, verletzend und brutal hat sie Hillary Clinton in den Vorwahlen attackiert – und wurde später für ihre Loyalität belohnt: Obama machte sie zur US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen.
Nach seiner Wiederwahl brachte er Susan Rice als Außenministerin ins Gespräch. Doch damit erntete er massiven Protest. Zunächst aus den Reihen der Republikaner, aber auch von eigenen Parteifreunden, die die durchsetzungsfähige, aber gleichzeitig diplomatisch untalentierte Frau nicht als Repräsentantin der USA in der Welt sehen wollten.
Nur ein Mal verteidigte Obama seine inoffizielle Kandidatin. Ansonsten überließ er sie ihrem Schicksal und der Polemik ihrer Kritiker. Es war wieder Rice, die am Ende ihre bedingungslose Loyalität unter Beweis stellte und sich selbst aus dem Spiel nahm. Damit will sie den Präsidenten schützen. Obama steht dennoch schlecht da. Er hätte realisieren müssen, wie unbeliebt die ihm so loyal ergebene Rice ist, und sie vor dieser Situation schützen müssen. Was für ein peinlicher Fehler zu Beginn seiner zweiten Amtszeit.

[ Testen Sie die Frankfurter Rundschau zwei Wochen lang - kostenlos und ohne Risiko. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus den Inland und Ausland, Analysen und Kommentare.

Flüchtlingspolitik

Merkels Mission als Grenzschützerin

Von  |
Kanzlerin Merkel an der Seite von Recep Tayyip Erdogan: Die Türkei entscheidet darüber, wie viele Kriegsflüchtlinge nach Europa kommen.

Wenn Kanzlerin Angela Merkel auf ihren Missionen als europäische Grenzschützerin Erfolg hat, wird sie unschöne Folgen verantworten müssen. EU-Grenzer werden Flüchtlinge abweisen und abschieben. Der Leitartikel.  Mehr...

Neue Rechte

Frische Gesichter, alter Mief

AfD-Chefin Frauke Petry mit dem Parteifreund und Hobby-Rassekundler Björn Höcke.

Frauke Petry, Beate Szydlo, Marine Le Pen: Viele Protagonisten der neuen Rechten sind weiblich. Sie werben mit simplen Lösungen – und verbreiten den Geist des Stillstands. Der Leitartikel.  Mehr...

Verlagsveröffentlichung


Der Kampf um die Startbahn West +++ Tschernobyl-Katastrophe erreicht Frankfurt +++ Attentate erschüttern Rhein-Main-Gebiet +++ Der Main erhält ein Museumsufer +++ Hochhäuser in Frankfurt

Videonachrichten Politik
Dossier


Millionen Menschen verlassen ihre Heimat. Sie fliehen vor Krieg oder Umweltschäden; sie suchen Arbeit, ein besseres Leben. Nicht wenige sterben, etwa vor Lampedusa. Andere schaffen es nach Deutschland - und werden hier nicht immer gut behandelt.

Übersichtsseite - alles auf einen Blick.

Zuwanderung in Frankfurt und Rhein-Main.

Schicksale - die betroffenen Menschen.

Lampedusa - Europa schottet sich ab - die Folgen.

Anzeige

Talkshow-Kritiken auf einen Blick
Meinung