Das Ergebnis der Studie zur Einhausung der A 661 im Stadtteil Bornheim darf niemanden ernsthaft überraschen. Dass es teuer wird, wenn Stadt, Land und Bund die Anwohner von Lärm, Abgasen und Staub von derzeit 75.000 Kraftfahrzeugen pro Tag schützen wollen, war von vornherein klar. Und deshalb geht es bei diesem Thema nicht in erster Linie darum, was es kostet, sondern ob man den politischen Willen hat, eben diese Belastung durch eine konsequente Einhausung zu verringern.
Wer argumentiert, dass es geboten, ja notwendig sei, den Autobahnring zu schließen - was man mit guten Gründen tun kann -, wer bekräftigt, die Riederwaldspange bauen zu wollen - wie das jetzt auch Rot-Grün in Wiesbaden vereinbart haben -, der muss auch konsequent sein und sagen, dass mit den volkswirtschaftlichen Nutzen des Projektes die gesundheitlichen Risiken für die Menschen nicht steigen dürfen.
An diesem Bekenntnis fehlt es, auch und gerade von einer möglichen rot-grünen Koalition in Wiesbaden. Bund und Land sind vor allem in der Pflicht, wenn es um die Einhausung der A 661 geht. Frankfurt hat die Pflicht, Berlin und Wiesbaden mit Nachdruck eben daran zu erinnern.