Es sind nur Rufnummern und Adressen, die bei der Telekom abhanden kamen - diesmal. Und T-Mobile bietet den Betroffenen ja auch an, ihnen gratis neue Nummern zu geben - zwei Jahre nach dem Datendiebstahl. Das Verständnis von Datenschutz, das die Telekom pflegt, ist eine Unverschämtheit. Zumal erst im Mai aufgeflogen war, dass der Konzern Verbindungsdaten eigener Manager auswerten ließ. Das ist, als ob eine Bank die Konten ihrer Aufsichtsräte ausspioniert.
So heilig wie das Bankgeheimnis einem Finanzinstitut, so sakrosankt müssen Kundendaten sein. Das gilt besonders für eine Branche, die nicht umsonst noch vor wenigen Jahren in Staatshand war: Telekom und Co. hüten auch das Fernmeldegeheimnis.
Dass Telekom-Firmen verpflichtet wurden, Verbindungsdaten auf Vorrat zu speichern, muss einem den Angstschweiß auf die Stirn treiben. Ja, Strafverfolgungsbehörden müssen in eng umgrenzten Fällen von Schwerstkriminalität Zugriff auf die Daten haben. Aber es wäre ihre Aufgabe, sie zu speichern - nicht die der magentafarbenen Datenschlamper.
Seit Februar 2010 laufen Bauarbeiten am Stuttgarter Bahnhof. Diskussion, Hintergründe, Fotostrecken und mehr im FR-Spezial.
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