Erst 2009, also im achten Jahr des Afghanistan-Einsatzes, sei erkannt worden, dass es an gepanzerten Fahrzeugen fehle, die vergrabene Sprengsätze aufspüren können. Sagt das Ministerium jetzt – Mitte 2011 – und kündigt an, erste Gerätschaften dieser Art im Herbst einsetzen zu wollen.
Ist es denn zu fassen? Bürokraten verschleppen über Jahre hinweg die Anschaffung wichtiger Ausrüstung, und das Verteidigungsministerium räumt das dann in einem verniedlichenden Ton ein, als sei in der Offizierskantine das Bier ausgegangen.
Es mag ja sein, dass der Soldat, der am Donnerstag Opfer einer Sprengfalle wurde, auch gestorben wäre, wenn es die Bombensuchgeräte gegeben hätte. Vielleicht aber auch nicht. Vor allem stellt sich die Frage, ob mancher Soldat noch am Leben wäre, wenn manche Beschaffungsbeamte einfach nur ihre Arbeit gemacht hätten.

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
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