Über zwei Millionen Euro Rückzahlungen an einen Teil der Kunden, Sonderprämien für Vertragsumstellungen, Tarifsenkungen - insgesamt rund vier Millionen Euro Kosten muss die Main-Kinzig-Gas für die Schadensbegrenzung aufbringen. Nachdem die Argumente und Gesprächsangebote der Verbraucherinitiative, aber auch der Kommunalpolitik über Jahre an der Geschäftsführung abgeprallt sind, wird jetzt zu Recht die Rechnung präsentiert.
Die vor Gericht gekippten Preisänderungsklauseln an sich sind schon Belege der bis heute ungebrochenen Arroganz der ehemaligen Monopolisten. Die können sich immer noch auf der tradierten Treue der Kunden ausruhen und abkassieren. Nach wie vor zahlen viele Verbraucher jedes Jahr viele Euro mehr, ohne dafür mehr Leistung zu erhalten.
Der Erfolg der Main-Kinzig-Gasrebellen ermutigt, auch andernorts den Versorgern, auf die Finger zu schauen. Auch der Fall Main-Kinzig-Gas bleibt spannend: Weniger als zehn Prozent der Kunden werden entschädigt. Mehr als 18000 Anschlussinhaber, die ohne Vorbehalt zahlten, gehen nahezu leer aus. Sie werden nicht erfreut sein.