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Kommentar: Schluss mit der Trickserei

Verbraucherzentrale, Bauernverband und Grüne fordern nun zu Recht schärfere Kontrollen. Nach all diesen Vorfällen tricksen Gastronome, Händler und Hersteller weiterhin - aus Profitgründen. Von Von Frank Schuster

Frank Schuster ist Redakteur im Darmstädter Büro der Frankfurter Rundschau.
Frank Schuster ist Redakteur im Darmstädter Büro der Frankfurter Rundschau.
Foto: FR

Gammelfleisch, Analog-Käse und nun auch noch Mogelschinken. Der Verbraucher weiß bald gar nicht mehr, was er da im Supermarkt, beim Metzger, im Restaurant, in der Pizzeria bekommt. Lebensmittelhersteller, Händler und Gastronome werden immer dreister im Vorspiegeln falscher Tatsachen.

Trotz Verbraucherinformationsgesetz gibt es immer noch einiges an Defiziten. Eine genauere Kennzeichnung des Inhaltes gehört nicht nur auf Lebensmittelverpackungen, sondern auch auf Speisekarten. Klar, ein "Pizzabelag aus Vorderschinkenteilen nach Brühwurstart zusammengefügt" verkauft sich bestimmt schlechter als "Pizza mit Vorderschinken". Aber wenn keiner drauf ist, sollte auch nicht damit geworben werden.

Verbraucherzentrale, Bauernverband und Grüne fordern nun zu Recht schärfere Kontrollen. Nach all diesen Vorfällen tricksen Gastronome, Händler und Hersteller weiterhin - aus Profitgründen. Sie betrügen ihre Kunden nicht nur, indem sie minderwertige Speisen überteuert verkaufen. Schlimmer noch: In manchen Fällen setzen sie damit sogar die Gesundheit der Verbraucher aufs Spiel.

Autor:  Frank Schuster
Datum:  3 | 7 | 2009
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