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Kommentar: Sich selbst schützen

Gesundheitsaufklärung wirkt. Ein gutes Beispiel ist der Odenwaldkreis. Dort ist es mit einer großen Kampagne gelungen, die Impfraten gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME innerhalb weniger Jahre in die Höhe zu treiben.Von Jutta Rippegather

Jutta Rippegather ist Regionalredakteurin der Frankfurter Rundschau.
Jutta Rippegather ist Regionalredakteurin der Frankfurter Rundschau.
Foto: fr

Gesundheitsaufklärung wirkt. Ein gutes Beispiel ist der Odenwaldkreis. Dort ist es mit einer großen Kampagne gelungen, die Impfraten gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME innerhalb weniger Jahre weit in die Höhe zu treiben. Beschleunigt durch den Umstand, dass Horst Schnur, Landrat a. D., der Aktion als selbst Betroffener ein prominentes Gesicht verlieh.

Viele junge Leute aus dem Odenwaldkreis sind jetzt immunisiert. Doch die Älteren scheuen oft den mehrfachen Pikser in den Arm. Sie müssten also die Adressaten für eine weitere Aufklärungsaktion sein. Denn diese Menschen sind im Fall einer FSME-Erkrankung besonders stark gefährdet. Ob man sich impfen lässt, muss dennoch jedem selbst überlassen bleiben. Gerade die jüngste Erfahrung mit der Schweinegrippe hat gezeigt, dass aus einer groß an die Wand gemalten Gefahr am Ende auch nur ein kleines Risiko werden kann.

Es darf auch nicht vergessen werden, dass jeder sich selbst und ohne Pharmaindustrie schützen kann. Das ist nicht schwer. Beim Spaziergang die entsprechende Kleidung tragen und im Fall eines Stichs die Zecke sofort entfernen. Auch das ist Prävention.

Autor:  Jutta Rippegather
Datum:  24 | 3 | 2010
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