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Kommentar: Sinnlose Aggressionen

Seit der Besetzung des Casinos der Frankfurter Uni richtet sich die Aufmerksamkeit nicht mehr auf die Inhalte des Protests, sondern auf Sachbeschädigungen durch Studenten. Von Astrid Ludwig

Astrid Ludwig ist Redakteurin der FR-Lokalredaktion Frankfurt.
Astrid Ludwig ist Redakteurin der FR-Lokalredaktion Frankfurt.
Foto: FR

Die Studenten der Goethe-Universität wollten Aufmerksamkeit: für ihren Bildungstreik, für ihren Protest gegen die bestehende Hochschulpolitik, ihre Kritik an den neuen Bachelor- und Masterabschlüssen.

Unmut über die aktuellen Studienbedingungen äußern sie zu Recht, und Aufmerksamkeit haben sie bekommen. Nur richtet sich diese seit der Besetzung des Casinos nicht mehr auf die Inhalte des Protestes, sondern es geht nur noch um die Sachbeschädigungen, die Studenten dort angerichtet haben.

Damit haben die Studenten sich und ihrem Anliegen keinen Gefallen getan. Mit Schmierereien an den Wänden können sich die wenigsten solidarisieren. Das ist kein Protest, sondern falsch kanalisierte Aggression. Die eigentliche Diskussion wird davon überlagert.

Fragwürdige Protestformen spalten nur die Studentenbewegung und stellen sie ins Abseits. Und auch das Präsidium der Uni, das durchaus Einfluss auf die Hochschulpolitik hat, lässt sich so nicht als Unterstützer gewinnen. Im Gegenteil: Die Uni erwägt eine Räumung, sollte die Zerstörung nicht aufhören. Das würde eine Eskalation bedeuten, die dem eigentlichen Anliegen nur noch weiter schadet.

Autor:  Astrid Ludwig
Datum:  2 | 12 | 2009
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