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Kommentar: Späte Kontrollen

Es ist gut, dass das Straßenverkehrsamt seine Taktik ändert und die Kontrollen in den entlegeneren Stadtteilen verstärkt. Denn dabei geht es nicht ums Abkassieren - jedenfalls nicht vorrangig. Es geht um Sicherheit. Von Georg Leppert

Georg Leppert ist Lokalredakteur der Frankfurter Rundschau.
Georg Leppert ist Lokalredakteur der Frankfurter Rundschau.
Foto: FR/Kraus

Von nun an müssen also auch Falschparker in Bergen bezahlen. Und in Oberrad. Und in Unterliederbach. Und in Harheim. Kurzum: auch in den eher ländlichen Stadtteilen. Manch einer wird sich in den nächsten Tagen mächtig wundern, wenn er das Ticket unterm Scheibenwischer findet. Schließlich parkt man schon immer direkt an der Straßenecke oder auf dem Bürgersteig vor der Litfaßsäule. Erlaubt war das nie - aber was soll´s? Hat sich doch nie jemand beschwert.

Es ist gut, dass das Straßenverkehrsamt seine Taktik ändert und die Kontrollen in den entlegeneren Stadtteilen verstärkt. Denn dabei geht es nicht ums Abkassieren - jedenfalls nicht vorrangig. Es geht um Sicherheit. Es kann einfach nicht sein, dass Passanten auf die Straße ausweichen müssen, weil irgendein Autofahrer seinen Wagen mitten auf dem Gehweg abstellt. Und sage niemand, so etwas gehöre eben zu einer Großstadt dazu. Das ist Stuss.

Eine Frage stellt sich aber: Warum erst jetzt? Dass Frankfurt mehr als 40 Stadtteile hat und von Zeilsheim bis Bergen-Enkheim sowie von Nieder-Erlenbach bis zum Flughafen reicht, dürfte das Straßenverkehrsamt doch schon länger wissen.

Autor:  Georg Leppert
Datum:  12 | 3 | 2010
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