Die Wähler haben es satt, dass Politiker immer wieder Machtinteressen über Sachfragen stellt. Nicht nur in der Bundespolitik. In Darmstadt fürchten nicht allein Grünen-Anhänger, sondern auch nicht parteipolitisch Gebundene, dass die SPD das gut arbeitende Sozialdezernat unter der Regie eines Grünen zerschlägt. Quasi aus Rache, weil der ökologisch denkende Koalitionspartner dem verkehrspolitisch überholten SPD-Konzept "Nordostumgehung" nicht folgen wollte.
Das ist bitter. Nicht nur, weil damit die gute Arbeit des uner-müdlichen Netzwerkers und moderne emanzipatorische Konzepte verfolgenden Sozialpolitikers Jochen Partsch zerstört würde. Sondern auch, weil die SPD, die in Darmstadt auf ihrem Tiefpunkt angelangt ist , dabei ist, noch weiter Sympathie bei den Bürgern zu verspielen. Denn die Sympathien der Bürger, nicht nur parteipolitischer Lobbyisten, fliegen Partsch zu. Er hat viel gerührt, viel bewegt in drei Jahren. Vielleicht fürchten die Sozialdemokraten ja auch deshalb, dass Partsch bei der nächsten OB-Wahl, zu der er sehr wahrscheinlich antreten wird, den SPD-Kandidaten überflügeln wird. Die jüngsten Wahlergebnisse sprechen für die Grünen.