Armes Saudi-Arabien - dem Himmel so fern, dem Jemen so nah. So spottet man gerne in Riad, wenn das Gespräch auf den armen, chaotischen Nachbarn im Süden der Arabischen Halbinsel kommt. Trotzdem sah es zuletzt so aus, als ob die saudische Regierung mit dem Terror im eigenen Land fertig geworden seien.
Die Kommandospitze der Anhänger Osama bin Ladens war verhaftet oder erschossen. Im Eiltempo hatte die Regierung fünf Spezialgefängnisse hochziehen lassen. Millionen wurden in ein Rehabilitationsprogramm gesteckt, das Lob und Anerkennung aus der ganzen Welt erfährt.
Doch die Gefahr ist nicht gebannt. Das zeigen die jüngsten Verhaftungen, das beweist der Hosenbomber von Detroit, das belegt die Entwicklung in Pakistan und Afghanistan. Die Grenze zum Jemen bleibt ebenso unkontrollierbar wie das Geld, das aus dem Pilgerziel Saudi-Arabien in die Kassen der Gotteskrieger fließt.
Die Mehrheit der saudischen Bevölkerung ist zwar vom Terror der El-Kaida-Fanatiker angewidert. Doch immer noch hegt eine Minderheit, darunter sind muslimische Kleriker, heimliche Sympathie.

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
Countdown für Obama - das Weblog zur US-Wahl
Seit Februar 2010 laufen Bauarbeiten am Stuttgarter Bahnhof. Diskussion, Hintergründe, Fotostrecken und mehr im FR-Spezial.
FR-Online.de möchte Lesern unter vielen Texten zielführende Diskussionen ermöglichen. Die Redaktion prüft Beiträge in verschiedenen Verfahren.