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Kommentar: Umstrittener Grenzwert

Friederike Tinnappel ist ist Lokalredakteurin der Frankfurter Rundschau.
Friederike Tinnappel ist ist Lokalredakteurin der Frankfurter Rundschau.
Foto: FR/Kumpfmueller

Da mag Erleichterung herrschen, dass in Praunheim keine radioaktiven Abfälle gefunden wurden. Das Uran, so viel ist sicher, gelangt auf natürlichem Weg, nämlich aus dem Erdreich, ins Trinkwasser. Aber Uran ist Uran - auch wenn es natürlichen Ursprungs ist. Und davon verträgt der Mensch nicht allzu viel.

Ab welchem Grenzwert es gefährlich wird - darüber gehen wieder einmal die Experten-Meinungen auseinander und lassen die Verbraucher allein. Vor allem Eltern wollen es genau wissen: Müssen sie jetzt für ihre Kinder das teure Tafelwasser kaufen? Wie bei vielen Schadstoff-Diskussionen, wird die Entscheidung fast zur Glaubensfrage. Abnehmen kann sie den Eltern keiner. Im Zweifel wird auf Nummer Sicher gesetzt und gezahlt.

Aber Eltern können noch mehr für die Gesundheit ihrer Kinder tun: Frische Luft und Bewegung sind gut für das Immunsystem und stärken auch die Abwehr gegenüber Schadstoffen. Eine ausgewogene Ernährung hilft beim Größerwerden und wird auch den Erwachsenen schmecken.

Mag das Praunheimer Wasser auch die Geister scheiden: Insgesamt können wir mit unserem Frankfurter Trinkwasser doch wohl zufrieden sein.

Autor:  FRIEDERIKE TINNAPPEL
Datum:  8 | 8 | 2008
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