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Kommentar: Vorwürfe sachlich prüfen

Sollten sich die Vorwürfe gegen den schiitischen Geistlichen bewahrheiten, muss die Hazrat-Fatima-Gemeinde personelle Konsequenzen ziehen. Von Canan Topçu

Canan Topçu ist Lokalredakteurin der Frankfurter Rundschau.
Canan Topçu ist Lokalredakteurin der Frankfurter Rundschau.
Foto: FR

Ist Sebahattin Türkyilmaz ein Antisemit und ein Radikaler, der die Vision von einer Gesellschaft auf "religiös-schiitischer Basis" hat, wie im defacto-Beitrag des Hessischen Rundfunks erklärt wird? Kann der Sprecher einer Gemeinde, dem solch ein Imam vorsteht, ein adäquater Ansprechpartner der Politik sein? Und: Darf diese Gemeinde eine Moschee in Frankfurt bauen?

Imam Türkyilmaz wie auch Ünal Kaymakçi von der Hazrat-Fatima-Gemeinde sind schweren Vorwürfen ausgesetzt. Vorwürfe, die die Stadt in Aufregung versetzen. Vorwürfe, die nicht lapidar abgelegt werden können. Vorwürfe, die aber auch nicht zu der vorschnellen Vorverurteilung von Türkyilmaz, Kaymakçi und der gesamten Moschee-Gemeinde führen dürfen.

Besonnenheit ist das, was jetzt alle beim Handeln und Beurteilen des Vorgangs leiten muss. Und dies nicht nur bis zur Beantwortung der Frage, ob es sich nur um Vorwürfe handelt. Jetzt gilt es, Fakten zu sammeln und auf dieser Basis aufzuklären. Sollten sich die Vorwürfe gegen den schiitischen Geistlichen bewahrheiten, steht außer Frage, dass die Hazrat-Fatima-Gemeinde personelle Konsequenzen ziehen muss.

Autor:  Canan Topçu
Datum:  12 | 2 | 2010
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