kalaydo.de Anzeigen

Kommentar: Weg vom Kirchturm

Gerade im dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet benötigt nicht jede Klinik ihren eigenen Spezialisten. Aber die wohnortnahe Grundversorgung muss erhalten bleiben. Von Jutta Rippegather

Jutta Rippegather ist Regionalredakteurin der Frankfurter Rundschau.
Jutta Rippegather ist Regionalredakteurin der Frankfurter Rundschau.
Foto: fr

Rund 30 Prozent der hessischen Plankrankenhäuser sind im Besitz der Städte oder Landkreise. Die andere beiden Drittel befinden sich in kirchlicher oder privater Trägerschaft. Die Öffentlichen behandeln allerdings 60 Prozent aller Patienten. Das zeigt ihr hoher Stellenwert, welches Vertrauen sie bei der Bevölkerung besitzen.

Kommunale Krankenhäuser sind das Rückgrat der stationären Versorgung. Das hat Hessens Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU) jüngst beim Neujahrsempfang der Lahn-Dill-Kliniken gesagt. Die Vielfalt der Krankenhausträger müsse gewahrt bleiben. Hoffentlich bleibt das nicht nur ein frommer Wunsch. Die Parlamente in den Städten und Landkreisen müssen umdenken. Nur wenn sie sich von der Kirchturmpolitik verabschieden, hat die öffentliche stationäre Gesundheitsversorgung noch eine Chance.

Gerade im dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet benötigt nicht jede Klinik ihren eigenen Spezialisten, ihr eigenes hochmodernes Gerät. Es gibt schon viele gute Ansätze der Kooperation. Bei all dem muss die wohnortnahe Grundversorgung erhalten bleiben - in den Großstädten, aber auch auf dem flachen Land.

Autor:  Jutta Rippegather
Datum:  16 | 2 | 2010
Kommentare:  Kommentieren
Empfehlen:  E-Mail
Leserbrief:  Leserbrief
Artikel:  Drucken

Nachrichten aus Frankfurt und Rhein-Main

Verkehrsmeldungen

Die Verkehrsnachrichten. Kompakt, deutschlandweit, aktuell.

Polizeimeldungen

Was ist passiert? Polizeimeldungen aus Frankfurt, Darmstadt, Offenbach und Hanau sowie Wiesbaden.

Frankfurter Rundschau im Abo