Bernie Ecclestone, der fürchterlich Missverstandene, bleibt lieber zu Hause, als zur Formel 1 zum Nürburgring zu fahren, wo man ihm peinliche Fragen zu Adolf, Autobahnen und KZ stellen könnte. Gut so.
Wetten: Kurt Beck würde auch lieber daheim auf dem Sofa sitzen, als zum Renn-Wochenende in die Eifel zu fahren, wo am Ring das neue "Erlebniszentrum" mit Achterbahn, Spielbank und Boxkampf-Halle eingeweiht werden soll. Es ist peinlich, es war blauäugig, es wird seinem Image als unverwüstlichem "König Kurt" schaden: Der Mainzer Regierungschef musste eingestehen, dass die Finanzierung des umstrittenen, 250 Millionen Euro schweren Projekts das ist, was sie ist: dubios. Seinem Finanzminister Ingolf Deubel, der das Ding gegen alle Proteste durchdrücken wollte, blieb nur der schmachvolle Abgang. Beck ist düpiert.
Es ist zu spät, um aufzuhören. Der Ministerpräsident steht eisern hinter dem "Fun- und Businesspark", der 500 Jobs bringen soll. Und wenn nicht? O-Ton Beck:"Wenn der Himmel einstürzt, sind im Leben immer alle Spatzen tot."

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
Countdown für Obama - das Weblog zur US-Wahl
Seit Februar 2010 laufen Bauarbeiten am Stuttgarter Bahnhof. Diskussion, Hintergründe, Fotostrecken und mehr im FR-Spezial.
FR-Online.de möchte Lesern unter vielen Texten zielführende Diskussionen ermöglichen. Die Redaktion prüft Beiträge in verschiedenen Verfahren.