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17. Juli 2012

Kommentar zu Syrien: Der Bürgerkrieg geht weiter

 Von Martina Doering
In Damaskus detonierte eine Autobombe. Syrische Polizisten inspizieren das Wrack.  Foto: dpa

Solange der Bürgerkrieg nicht in die syrische Hauptstadt dringt, kann sich das Assad-Regime sicher fühlen. Doch nun wird von Kämpfen in Damaskus berichtet. Sie deuten auf das baldige Ende der Herrschaft Assads hin - wenngleich dieser die militärische Oberhand hat.

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Solange der Bürgerkrieg nicht die Hauptstadt Damaskus und die Wirtschaftsmetropole Aleppo erfasst, kann sich das Regime von Präsident Assad sicher fühlen. Fast ein Drittel der Syrer leben in diesen beiden Metropolen, darunter die Stützen des Regimes aus Regierung, Verwaltung, Militär, Geheimdiensten und Partei. Jetzt aber wird von Gefechten in der Hauptstadt berichtet, den heftigsten seit Ausbruch des Aufstandes.

Trotzdem lässt sich daraus nicht folgern, dass das Ende des Assad-Regimes bald bevorsteht. Ruhig war es insbesondere in Damaskus schon in den vergangenen Monaten nicht mehr. Die Gefechtsmeldungen lassen sich wie immer nicht zweifelsfrei überprüfen. Und wenn sich Assad auf eines verlassen kann, dann auf die Hunderttausenden Profiteure des Systems und noch immer auf die Millionen Ängstlichen, die bei einem Umsturz alles oder viel zu verlieren haben.

Militärisch hat das Assad-Regime noch immer die Oberhand. So ist von den Szenarien für die Entwicklung in Syrien das wohl wahrscheinlichste: Das Land zersplittert, die Grenzregionen sowie Sunniten-Hochburgen werden von den Aufständischen kontrolliert. In den anderen Teilen mitsamt Aleppo und Damaskus behalten Assads Sicherheitskräfte die Oberhand. Der Bürgerkrieg aber geht hier wie dort weiter.

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