Endlich blasen die Eidgenossen zur Gegenattacke und üben Rache an General a.D. Peer Steinbrück, der ihnen erst mit der Peitsche, dann gar mit Entsendung der Kavallerie drohte. Sollte es Deutschland wagen, illegale Datensätze über mutmaßliche Steuerflüchtlinge zu erwerben, dann werde man es krachen lassen, droht Alfred Heer. Als Sprengsatz erwähnt der Abgeordnete der rechtspopulistischen SVP Geheimnisse über Geldgeschäfte deutscher Polit-Promis, die man dann lüften werde.
Sollte dies als Drohung gemeint gewesen sein, ist der Schuss nach hinten losgegangen. Schon jubelt die Berliner Opposition über die helvetische Offerte, den seit Jahren angemahnten Informationsaustausch in Steuerfragen mit Leben zu füllen. Mit Kusshand dürften auch Steinbrücks Nachfolger Wolfgang Schäuble und seine Länderkollegen auf den Deal eingehen, den ihnen der Nationalrat aus Zürich auch noch gratis anbietet. Für "konsequente Strafverfolgung, statt Verhätschelung der Kriminellen", wirbt die Schweizer Volkspartei daheim. Nicht alle, aber die Mehrheit der deutschen Nachbarn dürfte dem nichts hinzuzufügen haben.

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
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