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11. September 2013

Kommentar zum Burkini-Urteil: Notwendige Zumutungen

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Eine muslimische Schülerin in einem Ganzkörper-Badeanzug.  Foto: dpa

Eine muslimische Gymnasiastin scheitert vor dem Bundesverwaltungsgericht mit der Klage auf Befreiung vom Schwimmunterricht. Die Empfindung, der Anblick badehosentragender Jungen sei unerträglich, beruht nicht auf dem Koran, sondern auf der oktroyierten Moral der Eltern des Mädchens.

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Was ist unerträglich? Vor Jahren wurde in einer niederländischen Stadt Musliminnen der Zutritt in ein Schwimmbad mit der Begründung verweigert, ihr Anblick sei anderen unzumutbar. Besucher des Bades hatten sich darüber beschwert, dass die Frauen Burkini trugen, die gläubigen Muslima den Besuch von Stränden und Bädern ermöglichen soll.

Heute ist eine muslimische Gymnasiastin vor dem Bundesverwaltungsgericht mit der Klage auf Befreiung vom koedukativen Schwimmunterricht gescheitert. Zur Begründung hatte sie angegeben, das Tragen des Burkini sei ihr nicht zumutbar, der Anblick von Jungen in Badehosen unerträglich.

Beide Fälle lassen sich als Musterbeispiele misslingender Integration betrachten. Im niederländischen Schwimmbad wurde die Anpassungsbereitschaft muslimischer Frauen zurückgewiesen, am deutschen Gymnasium das Integrationsangebot der Schule. Selbstverständlich gilt auch für muslimische Schülerinnen die Schulpflicht, und ebenso selbstverständlich dürfen sie Entgegenkommen der Schulbehörde erwarten. Daran hat es hier aber nicht gefehlt.

Die Erlaubnis, Burkini zu tragen, war ein sinnvolles Angebot. Die Empfindung, der Anblick badehosentragender Jungen sei unerträglich, beruht nicht auf dem Koran, sondern auf der oktroyierten Moral der Eltern des Mädchens.

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