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Kommentar: Zum Schutz der Kinder

Dass nicht nur Behörden und Lehrer, sondern immer öfter auch Nachbarn genauer hinsehen, wenn mit einem Kind etwas nicht zu stimmen scheint, zeigt: Das Bewusstsein für Kinderschutz ist gewachsen. Von Petra Mies

Petra Mies ist Lokalredakteurin der Frankfurter Rundschau.
Petra Mies ist Lokalredakteurin der Frankfurter Rundschau.
Foto: FR

Dass Jugendämter schneller einschreiten, wenn Kinder bedroht sind, ist gut. Dass Gerichte so zügig wie möglich einen Termin anberaumen, wenn die Eltern dagegen protestieren, ihr Kind weggenommen bekommen zu haben, ebenfalls. Endlich passiert mehr beim Kinderschutz. Die gestiegenen Fallzahlen so wie in Hessen dokumentieren keineswegs, dass ein Bundesland binnen kurzer Zeit verroht ist. Nein, sie zeigen: Es gibt immer öfter kein schuldhaftes Zögern mehr, wenn Gefahr in Verzug ist.

Nicht die Elternrechte, sondern die Kinderrechte haben im Vordergrund zu stehen, denn die Heranwachsenden sind die Wehrlosen. Mama und Papa können sich einen Anwalt nehmen. Kinder nicht. Deshalb muss der Staat sie so gut und wirkungsvoll wie möglich schützen.

Dass aber nicht nur Behörden, nicht nur Lehrer, sondern immer öfter auch Nachbarn genauer hinsehen, wenn mit einem Kind etwas nicht zu stimmen scheint, zeigt: Das Bewusstsein für Kinderschutz ist glücklicherweise gewachsen. Wenn ein Kind vernachlässigt, misshandelt oder missbraucht wird, ist das schrecklich genug. Wenn keiner ihm hilft, kann das schlimmstenfalls tödlich enden.

Autor:  Petra Mies
Datum:  24 | 6 | 2009
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