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09. Januar 2013

Kommentar zur Eurokrise: Zuviel Sparen führt ins politische Chaos

 Von Stefan Sauer
Sparkurse von Regierungen müssen sozial ausgewogen sein.  Foto: picture-alliance

Umbrüche treffen viele Menschen, das ist unvermeidlich. Doch die Belastungen müssen sozial ausgewogen und volkswirtschaftlich möglichst unschädlich sein.

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Es ist ja unbestritten, dass die hoch verschuldeten Länder Europas sparen mussten und weiterhin sparen müssen. Ebenso unvermeidlich war es, dass die spanische Immobilienblase irgendwann platzt und mit ihr der aufgeblähte Bausektor. Dass solche Umbrüche viele Millionen Menschen treffen, dass der Lebensstandard leidet, dass soziale Leistungen zurück gefahren werden – all das ist wohl unvermeidlich.

Ebenso unbestritten ist aber, dass man auf unterschiedliche Weise sparen kann. Regierungen können die Belastungen intelligent verteilen, nämlich sozial ausgewogen und volkswirtschaftlich so unschädlich wie möglich. Und sie können dies auf weniger kluge Weise tun, indem die Kaufkraft der kleinen Leute maximal geschröpft und die bestens Situierten außen vor gelassen werden. Letzteres ist geschehen. Die Folgen zeigt der Sozialbericht der EU-Kommission nun drastisch auf: Europa droht die wirtschaftliche Spaltung, den Krisenländern droht politisches Chaos.

Es wird daher höchste Zeit, dass den Bekundungen der wirtschaftlich starken Länder mit Deutschland an der Spitze, das Wachstum im Süden fördern zu wollen, Taten folgen. Das bedeutet nicht, die Krisenländer vom Reformdruck zu entbinden. Aber die Lasten müssen innerhalb der Krisenländer und der EU insgesamt anders verteilt werden, wenn Europa eine Zukunft haben soll.

[ Die Entwicklung Frankfurts zum Nachlesen - in fünf Heften. Unsere Sonderreihe FR-Geschichte. ]

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