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12. Dezember 2012

Kommentar zur Razzia bei der Deutschen Bank: Maximaler Schaden für die Deutsche Bank

 Von Robert von Heusinger
Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen vor dem Hauptgebäude der Deutschen Bank in Frankfurt.  Foto: dapd

Großrazzia und Ermittlungen auch gegen Vorstände: Das rabiate Vorgehen gegen die Deutsche Bank mag auf den ersten Blick populistisch aussehen. Auf den zweiten Blick ist das respektlose Verhalten der Justiz jedoch zu begrüßen.

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Großrazzia und Ermittlungen auch gegen Vorstände: Das rabiate Vorgehen gegen die Deutsche Bank mag auf den ersten Blick populistisch aussehen. Auf den zweiten Blick ist das respektlose Verhalten der Justiz jedoch zu begrüßen.

Viel schlimmer kann die Justiz Europas größtem Geldhaus nicht schaden. Es sind tolle Bilder, die sie gestern in Frankfurt produziert hat. 20 Einsatzwagen der Polizei blockieren die Eingänge zur Deutschen Bank. Das passiert am Vormittag. Und am Nachmittag gibt die Staatsanwaltschaft bekannt, dass sie die Ermittlungen wegen Umsatzsteuerbetruges auf die Spitze der Bank ausgeweitet hat. Jürgen Fitschen, Nachfolger von Josef Ackermann und Co-Chef des Institutes, gerät in das Visier der Staatsanwälte. Fitschen soll die Umsatzsteuerbescheinigung unterschrieben haben, mittels derer der Fiskus um 230 Millionen Euro betrogen worden ist.

Das rabiate Vorgehen mag auf den ersten Blick populistisch aussehen, denn kaum eine Branche in der großen weiten Welt hat im Jahr fünf der Finanzkrise einen schlechteren Ruf. Auf den zweiten Blick ist das respektlose Verhalten der Justiz jedoch zu begrüßen. Denn es macht klar, dass die Gesellschaft die Verantwortung dort sucht, wo sie hingehört: ganz oben. Und in kaum einer Branche waren die Sitten so verkommen, wie im vom schnellen Geld getriebenen Investmentbanking, wo hohe Boni und 25 Prozent Rendite alles waren. Wer hat diese Kultur befördert? Natürlich das Top-Management, zu dem Fitschen seit Langem gehört. Dass er, seit er Chef ist, immer wieder dem Kulturwandel das Wort redet, spricht Bände.

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