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13. August 2012

Kommentar zur SPD-Troika: Entscheidet Euch!

 Von 
Wer gestalten will, muss auch seinen Willen zur Macht zeigen.  Foto: dapd

Die ungeklärte Kanzlerfrage lähmt die SPD. Es wird Zeit, dass die drei potenziellen Kanzlerkandidaten öffentlich erklären, was sie wollen - nur so kann sich die Partei wieder auf das Inhaltliche konzentrieren.

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Lange wird die SPD ihre Aufführung unter dem Titel Troika nicht mehr spielen können. Die Hoffnung der Parteigranden, die Öffentlichkeit bis Januar in Spannung darüber zu halten, welcher herausragende Sozialdemokrat denn nun die Partei in ihrem 150. Jahr in den Wahlkampf führen darf, erfüllt sich nicht.

Zu misstrauisch beäugen sich die drei potenziellen Kandidaten Gabriel, Steinbrück und Steinmeier. Zu penibel wird jede Aussage der drei daraufhin abgeklopft, ob und wie sie zu den Meinungen der beiden anderen Troikisten passt. Was eigentlich neugierig auf die SPD und ihr Führungspersonal machen sollte, hat längst zu einer Lähmung der Partei geführt.

Besser auf das Inhaltliche konzentrieren

Ausgerechnet der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Torsten Albig, hat dies als Erster erkannt − und seinem langjährigen Chef Peer Steinbrück von einer Kandidatur abgeraten. Frank-Walter Steinmeier soll nach dem Willen des Kielers die Kanzlerkandidatur übernehmen, er wäre ein guter Kanzler für das Land.

Es ist an der Zeit, dass sich die drei Herren erklären, so wie es Jürgen Trittin nun für die Grünen gemacht hat. Wer Gestaltungsmacht erhalten will, muss auch den Willen zur Macht zeigen. Damit könnten sie den Stillstand in der SPD beenden und die inhaltlichen Fragen für den Wahlkampf klären. Denn Parteien werden nicht allein für ihre Köpfe gewählt, sondern für ihre Inhalte.

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