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04. Dezember 2013

Kommentar zur Strafe für Deutsche Bank: Misstrauen muss sein

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Die Deutsche Bank muss eine Rekordstrafe bezahlen.  Foto: rtr/Symbolbild

Sind die Gesetzesverstöße der Banken bloß bedauerliche Einzelfälle? Oder haben diese Malversationen System? Auf jeden Fall ist Misstrauen angebracht, wenn die Bankchefs Besserung versprechen, findet unser Autor.

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Sind die Gesetzesverstöße der Banken bloß bedauerliche Einzelfälle? Oder haben diese Malversationen System? Auf jeden Fall ist Misstrauen angebracht, wenn die Bankchefs Besserung versprechen, findet unser Autor.

Frankfurt am Main –  

Als bedauerliche Einzelfälle lassen sich die Gesetzesverstöße in den Banken nicht abtun. Gerade bei der Deutschen Bank drängt sich der Eindruck auf, als sei die Rechtsabteilung zum wichtigsten Organ im Unternehmen geworden. Egal ob es um faule Kredite im US-Immobilienmarkt geht, um Umsatzsteuerbetrug oder die Manipulation von Stellgrößen der Finanzwirtschaft wie Euribor und Libor, überall ist der hiesige Marktführer vorne dabei.

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Zugleich hat die Deutsche Bank noch unter Führung von Josef Ackermann die Jagd nach immer höheren Renditen zum eigentlichen Geschäftszweck erklärt. Diese Unkultur rächt sich jetzt, wie die Sanktionen der EU-Kommission zeigen. Schon Ackermann zeigte in seinen späten Jahren als Chef Zeichen der Einsicht. Und Ackermanns Nachfolger Jürgen Fitschen und Anshu Jain propagieren einen Kulturwandel.

Gerade Jain aber verantwortete jahrelang die Geschäftsbereiche, die am stärksten die hemmungslose Spekulation vorantrieben. Misstrauen bleibt daher eine gesunde Einstellung gegenüber den Ankündigungen. Echten Schutz bieten Bußgelder, die kriminelles Verhalten zum Geschäftsrisiko werden lassen. So gesehen hat die EU-Kommission einen wichtigen Impuls gesetzt, um der Finanzbranche auf dem Weg zurück in die Legalität zu helfen.

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