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02. Dezember 2013

Kommentar zur Ukraine: Despot Janukowitsch wankt

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Stehen sich in den Straßen Kiews gegenüber: Staatsmacht und Europa-Befürworter.  Foto: Reuters

Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch gibt dieser Tage eine erbärmliche Figur ab. Er präsentiert sich als Pudel auf Putins Schoß. Er sitzt jedoch keineswegs so fest im Sattel, wie westliche Politiker denken.

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Viktor Janukowitsch macht eine erbärmliche Figur. Monatelang hatte der ukrainische Präsident die Annäherung an die EU vorbereitet. Auf den letzten Metern vollzog er jedoch eine abrupte Kehrtwende. Er brach dabei sein dutzendfach gegebenes Wort – auch und vor allem gegenüber der eigenen Bevölkerung.

Jämmerlich wirkten Janukowitschs Erklärungen, er sei vom Kreml durch wirtschaftlichen Druck erpresst worden. Grotesk war sein Auftritt beim Gipfel in Vilnius. Der EU-Führung, die er kurz zuvor schmerzhaft vor den Kopf gestoßen hatte, stellte er unvermittelt neue Vertragsverhandlungen in Aussicht.

In diesem Stil ging es am Wochenende weiter. Sonderpolizisten prügelten in Kiew auf Demonstranten ein. Der Präsident mimte den Empörten. Vor aller Augen wurde klar, dass Janukowitsch seine Truppen nicht mehr im Griff hat. Erst desertierte der Chef seiner Präsidialkanzlei, dann folgten zahlreiche Abgeordnete seiner Partei.

Verwundern kann das nicht. Über Monate hinweg hatte der Präsident seine Gefolgsleute auf Westkurs eingeschworen. Sie haben sich wieder und wieder für diese Politik in die Bresche geworfen. Nun stehen sie da wie begossene Pudel. Ihr hasenherziger Präsident präsentiert sich derweil als Pudel auf Putins Schoß. All das zeigt, dass Janukowitsch keineswegs so fest im Sattel sitzt, wie westliche Politiker denken.

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