Das Wort "Aufklären" ist in Militärkreisen gut bekannt. "Aufklärer" sind Soldaten, die sich und ihre Vorgesetzten über feindliche Aktivitäten in Kenntnis setzen. Was die Aufklärer aufklären, dient allerdings im Gegensatz zum landläufigen Verständnis des Wortes keineswegs der Aufklärung der Öffentlichkeit.
Für Politiker bedeutet "Aufklären" etwas anderes, zumal nach einem furchtbaren Ereignis wie dem Angriff von Kundus. Sie sind der Öffentlichkeit so viel Aufklärung schuldig wie möglich, aber es erhärtet sich der Verdacht, dass auch der smarte Karl-Theodor zu Guttenberg diesen Auftrag noch nicht ganz verstanden hat.
Dass in der Nacht des fatalen Bombardements unter den Bundeswehr-Aufklärern auch Mitglieder des "Kommandos Spezialkräfte" saßen, mag nicht entscheidend gewesen sein. Aber was soll das Verschweigen? Wer Krieg (Entschuldigung: "kriegsähnliche Einsätze") führt, müsste das Fehlverhalten der Truppe offensiv aufklären, statt den Einzelheiten hinterherzulaufen, die ohnehin bekanntwerden. Guttenberg hat noch lange nicht bewiesen, wie viel er seinem Vorgänger da voraus hat.
Seit Februar 2010 laufen Bauarbeiten am Stuttgarter Bahnhof. Diskussion, Hintergründe, Fotostrecken und mehr im FR-Spezial.
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