Die West-Welt von New York bis Berlin färbte sich grün - aus Zorn über das Regime im Iran und seine Unterdrückung der Opposition. Dabei schreckt das fromme System vor Folter und Mord nicht zurück. Aber nützt das eindrucksvolle Protestieren etwas? Es hat die Polizei im Iran nicht daran gehindert, erneut gegen jene hart vorzugehen, die ihren Widerstand auf die Straße tragen.
Bleibt die Hoffnung innerhalb wie außerhalb des Landes, dass das politische und religiöse System des Iran von innen erodiert.
Doch es könnte für die Iraner wie den Rest der Welt sehr gefährlich werden, dass es nun im Iran kreuz und quer zugeht und sogar das konservative Lager, angeführt vom mächtigen Ajatollah Chamenei, Präsident Ahmadinedschad mit dem Rücken an die Wand drückt.
Dessen Vize traf wegen israelfreundlicher Worte der Bannstrahl. Ahmadinedschad sitzt zwischen allen Stühlen. Weitere Köpfe im Kabinett rollen. Nichts aber beruhigt die Hardliner so wie neue Bombendrohungen gegen Israel. Und die kamen auch prompt aus Revolutionsgarden-Mund. Hoffnung macht das nicht.

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
Daniel Haufler ist Redakteur im Ressort Meinung
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