Die Herren von der ABG Holding dürften am Dienstag abend ihre Köfferchen gepackt und nach der Versammmlung der Mieter aus der Heinrich-Lübke-Siedlung das Gefühl gehabt haben: Gut gelaufen. Zu recht.
Denn selbst wenn die Mieter aus den 600 sozial gebundenen Wohnungen Mieterhöhungen befürchten und sich wegen der Mitarbeit in den künftigen Gärten direkt von den Managern der Wohnungsgesellschaft angesprochen fühlen durften, vermittelten die Nachbarn doch den Eindruck: Es ist gut, wenn etwas passiert. Endlich.
Nach dieser ersten Runde in einem als umfangreich versprochenen Partizipationsprozess kann man sich des Eindrucks nicht erwehren: Diejenigen, die sich mit dieser Siedlung in Praunheim verbunden fühlen und dort weiter leben wollen, sie werden wörtlich nehmen, was Frank Junker ihnen zusagte: "Zwischen Heute und Morgen werden Welten liegen."
Wie sich diese Veränderung vollzieht, die die Mieter selbst in der Versammlung als Umwälzung beschrieben haben, haben die Nachbarn selbst in der Hand. Noch steckt der Partizipationsprozess in den Anfängen. Schließlich soll nicht nur die Sanierung Modellcharakter bekommen.