Aktuell: Wochenend-Magazin FR7 | FR-Recherche: Medikamententests an Heimkindern | Türkei | Flüchtlinge in Deutschland und Europa | US-Wahl
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Meinung
Kommentare, Kolumnen, Analysen

24. Februar 2014

Krise in der Ukraine: Schröpft die Oligarchen!

 Von 
Ein Ukrainer hält die Nationalflagge zum Gedenken an die Opfer der gewalttätigen Auseinandersetzungen.  Foto: dpa

Würden sich die Ukrainer bei ihren Oligarchen bedienen, die bis zum Beweis des Gegenteils ihren Besitz unrechtmäßig erworben haben, wären sie aus dem Gröbsten raus. Statt für Kredite zu werben, von denen die Oligarchen wieder ordentlich was abzweigen, könnte der Staat jene einfach zur Kasse bitten. Ein Kommentar.

Drucken per Mail

Die Ukraine ist so gut wie bankrott, die Staatskasse geplündert. Sagt Arsenij Jazenjuk vom Timoschenko-Flügel. Das muss man differenzieren. Die Oligarchen sind nicht bankrott, die sich nach dem Zerfall der Sowjetunion die Schätze des Landes unter den Nagel gerissen und in zwei Jahrzehnten Milliarden zusammengerafft haben.

Rinat Achmetow zum Beispiel, der reichste unter den Reichen, soll 15 Milliarden US-Dollar schwer sein; das ist angesichts der 35 Milliarden, die das Land sofort braucht, eine ganze Menge. Würden sich die Ukrainer bei ihren Oligarchen bedienen, die bis zum Beweis des Gegenteils ihren aberwitzigen Besitz unrechtmäßig erworben haben, wären sie aus dem Gröbsten raus. Auch bei Alexander Janukowitsch ist was zu holen. Der Sohn des abgesetzten Präsidenten soll über eine halbe Milliarde US-Dollar schwer sein. In seinem Brotberuf, Zahnarzt, dürfte er das Geld nicht verdient haben.

Statt für Kredite zu werben, von denen die Oligarchen wieder ordentlich was abzweigen, könnte sich der Staat einfach mal bei jenen bedienen. Sollen sie doch klagen, wenn sie beweisen können, dass jede ihrer Millionen sauer verdient ist.

Aber das geschieht natürlich nicht. Was kommt, ist eine Geberkonferenz. So ist es noch immer gewesen.

[ Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann bestellen Sie gleich hier 4 Wochen lang die neue digitale FR für nur 5,90€. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus den Inland und Ausland, Analysen und Kommentare.

Cyberangriff Telekom

Freude am Systemabsturz

Von  |
Sicherheitskongress der Telekom in Frankfurt.

Das Gefühl der permanenten Bedrohungslage hat die Normalität abgelöst. Und die Frage, wie wollen wir leben, wird ersetzt durch den Ausruf: So kann es nicht weitergehen. Der Leitartikel.  Mehr...

Medien

Der Deutsche Presserat als Hygienestation

Den Vorwurf der "Lügenpresse" kann auch der Presserat nicht entkräften.

Der Presserat hat die undankbare Aufgabe, die Medien daran zu hindern, so zu werden, wie Kritiker sie ohnehin sehen. Für die sozialen Medien gibt es solch eine Institution nicht. Der Leitartikel.  Mehr...

 

Verlagsveröffentlichung


Der Kampf um die Startbahn West +++ Tschernobyl-Katastrophe erreicht Frankfurt +++ Attentate erschüttern Rhein-Main-Gebiet +++ Der Main erhält ein Museumsufer +++ Hochhäuser in Frankfurt

Dossier


Millionen Menschen verlassen ihre Heimat. Sie fliehen vor Krieg oder Umweltschäden; sie suchen Arbeit, ein besseres Leben. Nicht wenige sterben, etwa vor Lampedusa. Andere schaffen es nach Deutschland - und werden hier nicht immer gut behandelt.

Übersichtsseite - alles auf einen Blick.

Zuwanderung in Frankfurt und Rhein-Main.

Schicksale - die betroffenen Menschen.

Lampedusa - Europa schottet sich ab - die Folgen.

Talkshow-Kritiken auf einen Blick
Meinung