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Leitartikel: Absurd und widerlich

Leid und Schaden fügt jeder einem Tier zu, der sich an ihm sexuell befriedigt.

Tiere sind keine Sache. Kein Besitz, mit dem jeder tun und lassen kann, was er will. Als Menschen tragen wir Verantwortung dafür, dass ihr Leben und Wohlbefinden geschützt wird. „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“ So steht es in Paragraf 1 des Tierschutzgesetzes. Und doch ist Sodomie nur verboten, wenn massive Verletzungen die Folge sind. Das ist absurd, widerlich, unfassbar. Das muss dringend geändert werden.

Leid und Schaden fügt jeder einem Tier zu, der sich an ihm sexuell befriedigt. Weil er sich an einem wehrlosen Mitgeschöpf vergeht, das dem Willen des Menschen ausgeliefert ist.

Der Hund will das, sonst würde er sich doch wehren oder weglaufen. – Quatsch! Jeder Hasso gibt sich die größte Mühe, dem Dosenöffner, Gassigeher und Rudelführer zu gefallen. Er ordnet sich unter, wie er es gelernt hat. Deshalb hat sich schon so manche Dogge bei hochsommerlichen Temperaturen neben dem Fahrrad totgerannt. Deshalb vollführen Zirkustiere Kunststücke wider ihre Natur.

Sie haben Spaß daran und wenigstens eine Aufgabe. – Wer so redet, hat nicht nur keine Ahnung vom Wesen eines Tieres. Er ignoriert auch, dass die Tiere eine verletzbare Psyche besitzen.

Ob Hund, Katze, Schwein oder Pferd: Jedes Tier hat ein Recht auf Würde. Dazu gehören artgerechte Ställe in der Massenhaltung, genug Auslauf oder Kontakte zu Artgenossen.

Wohl gemerkt: zu Artgenossen. Ein Mensch kann diese für die Sozialisation so wichtige Erfahrung nicht ersetzen. Wer in seinem Hund den besten Freund sieht, verkennt, dass das Machtgefälle riesig ist. Da oben thront Herrchen, und ganz unten, da sitzt der hungrige Bello.

Datum:  13 | 10 | 2010
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