Spät hat Portugal akzeptiert, dass es ohne den Euro-Schutzschirm nicht zurechtkommen wird. Wie schon Irland versuchte es die Folgen der Hilfe hinauszuschieben. Besser, die EU-Staats- und Regierungschefs hätten Ende März auch Hilfen für Lissabon bekanntgeben können.
Sorgen, der Rettungsschirm könnte zu klein sein für einen weiteren Kandidaten, sind unbegründet. Der Verweis auf Spanien zieht nicht. Die dortige Regierung bringt das Land auch um den Preis abstürzender Umfragewerte auf Reformkurs und überzeugt bis auf weiteres die Investoren.
Die Wachstumsprognosen belegen jedoch den tiefen Riss in der Währungsunion zwischen den Profiteuren (vor allem Deutschland) und den Verlierern (die Südstaaten). Die einen gewinnen, weil die anderen verlieren. Mit dem gerade beschlossenen Pakt für den Euro wird dieser Spalt nicht zu überbrücken sein. Dafür ist weit mehr wirtschaftspolitische Koordination notwendig – bis zu Ausgleichszahlungen der Gewinner an die Verlierer. Erst wenn das (vor allem in Berlin) anerkannt wird, muss man sich um die Währungsunion keine Sorgen mehr machen.

Damir Fras ist unser US-Korrespondent
Olivia Schoeller berichtete zuvor aus Washington
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