Aktuell: Serie: Liebe | Flucht und Zuwanderung | Tugce | Regionale Startseite
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Meinung
Kommentare, Kolumnen, Analysen

18. Oktober 2012

NSU Kommentar: Staatssekretär ohne Problembewusstsein

 Von Markus Decker
Klaus-Dieter Fritsche vor seiner Befragung im NSU-Untersuchungsausschuss.  Foto: dapd

Der Aufritt des Staatssekretärs im Bundesinnenministerium Klaus-Dieter Fritsche vor dem NSU-Untersuchungsausschuss war entlarvend. Der Wahnsinn nimmt kein Ende.

Drucken per Mail

Man kann vor einem Gericht oder Untersuchungsausschuss viel tun. Eines aber sollte man besser lassen: dessen Mitglieder beschimpfen. Dies gilt umso mehr, wenn die Indizien gegen einen sprechen. Der Staatssekretär im Bundesinnenministerium Klaus-Dieter Fritsche hat sich an diese goldene Regel nicht gehalten. Das verwundert umso mehr, als das CSU-Mitglied selbst von 1981 bis 1988 Richter am Amtsgericht im bayerischen Ansbach gewesen ist.

Auch sonst war der Auftritt Fritsches entlarvend. Zwar hat der Verfassungsschutz massenhaft Akten geschreddert, brauchte das Ministerium immerhin ein dreiviertel Jahr für die Anweisung, um damit mal aufzuhören, wurde zudem die Identität von V-Leuten im Umfeld des NSU systematisch geheim gehalten. Und erst am Mittwoch stellte sich auch noch heraus, dass ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes dem Ku-Klux-Klan geheime Informationen verraten haben soll; Unterlagen zu einer einschlägigen Abhöraktion wurden vernichtet.

Alles halb so wild

Kurz: Der Wahnsinn nimmt kein Ende. Doch ein seit 1996 Hauptverantwortlicher stellt sich hin und erklärt: alles halb so wild. Wenn nur dieser Untersuchungsausschuss und die doofen Medien nicht wären.

Er meint das tatsächlich ernst.

Fritsche ist augenscheinlich nicht bereit, sich kritisch den eigenen Versäumnissen zu stellen und nichts als die Wahrheit zu sagen. Wie es mit solchen Leuten besser werden soll, ist schleierhaft.

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus den Inland und Ausland, Analysen und Kommentare.

USA und IS

Die Allianz muss umdenken

Von  |
Ein Mitglied der Terrormiliz IS: Nur mit militärischen Mitteln ist der Kampf gegen den Terrorismus nicht zu gewinnen.

Das US-geführte Bündnis wird die Terrormiliz des IS nur dann zurückdrängen können, wenn es sein militärisches Vorgehen politisch und wirtschaftlich ergänzt. Der Leitartikel. Mehr...

Leitartikel

Aufstand der Zwerge

Wird die Uhr im Stadion des HSV am Samstag für immer abgestellt?

Der Abstieg des Hamburger SV aus der Fußball-.Bundesliga wäre eine gerechte Strafe für Maß- und Konzeptlosigkeit. Mehr...

FR-Schwerpunkt

Liebe. Nichts für Feiglinge.

 

Sie überwältigt, beglückt, fordert, treibt an. Ist Drama und Komödie, Sehnen und Verzweiflung. Liebe ist eine scharfe Waffe, für die Wirtschaft ein Riesengeschäft, für Politik und Religion ein Instrument, das mit Kalkül eingesetzt wird.

Wir finden Worte für die Liebe - im Schwerpunkt der Frankfurter Rundschau im Mai und Juni.

Hinweis: Unser Vertrieb bietet dazu ein vergünstigtes sechswöchiges Digital-Abo für das ePaper sowie unsere iPad- und Android-App an.

Verlagsveröffentlichung


Der Kampf um die Startbahn West +++ Tschernobyl-Katastrophe erreicht Frankfurt +++ Attentate erschüttern Rhein-Main-Gebiet +++ Der Main erhält ein Museumsufer +++ Hochhäuser in Frankfurt

Videonachrichten Politik
Dossier


Millionen Menschen verlassen ihre Heimat. Sie fliehen vor Krieg oder Umweltschäden; sie suchen Arbeit, ein besseres Leben. Nicht wenige sterben, etwa vor Lampedusa. Andere schaffen es nach Deutschland - und werden hier nicht immer gut behandelt.

Übersichtsseite - alles auf einen Blick.

Zuwanderung in Frankfurt und Rhein-Main.

Schicksale - die betroffenen Menschen.

Lampedusa - Europa schottet sich ab - die Folgen.

Anzeige

Talkshow-Kritiken auf einen Blick
Meinung