Aktuell: Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Türkei | US-Wahl | FR-Serie: Fintechs
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Meinung
Kommentare, Kolumnen, Analysen

07. August 2012

Steuern für Homo-Ehen: Schritt zur Gleichstellung

 Von Daniela Vates
 Foto: dpa

Gerecht wäre es, das Ehegattensplitting ganz abzuschaffen. Den Vorteil können vor allem Paare mit einem Spitzenverdiener genießen.

Drucken per Mail

Gerecht wäre es, das Ehegattensplitting ganz abzuschaffen. Den Vorteil können vor allem Paare mit einem Spitzenverdiener genießen.

Es gibt ein Gutes im Schlechten: In der CDU wird erwogen, das Ehegattensplitting bei der Steuererklärung auch lesbischen und schwulen Paaren zugutekommen zu lassen, die sich per staatlicher Urkunde zu Partnern haben erklären lassen. Das wäre gerechter als die derzeitige Lage. Denn es gibt keinen Grund, warum nur ein heterosexuell gehauchtes oder geschmettertes „Ja, ich will“ Steuervorteile bringen soll.

Gerecht wäre es, das Ehegattensplitting ganz abzuschaffen. Den Vorteil können vor allem Paare mit einem Spitzenverdiener genießen. Es trägt dazu bei, dass sich für einen Partner der Wiedereinstieg in den Beruf nicht lohnt, weil für ihn oder sie in der schlechteren Steuerklasse nichts übrig bleibt vom Verdienst. Es trägt dazu bei, dass für diese Partner Minijobs attraktiv sind trotz Taschengeldlohn und gravierender Nachteile bei der Sozialversicherung.

Auf einen Abschied vom Ehegattensplitting allerdings wird sich die Union nicht einlassen, der Schritt ist zu groß. Noch zumindest. Für CDU und CSU wäre es schon eine Leistung, den nächsten Schritt bei der Gleichstellung von Homosexuellen zu gehen, obwohl noch einige mehr folgen müssten. Wenn die SPD sich nun beschwert, ist das nur halb glaubwürdig. Sie hat das Lebenspartnerschafts-Gesetz mit verfasst. Das Steuerrecht hat ihr damals keine Probleme bereitet.

[ Hat Ihnen der Artikel gefallen? Dann bestellen Sie gleich hier 4 Wochen lang die neue digitale FR für nur 5,90€. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus den Inland und Ausland, Analysen und Kommentare.

US-Wahl

Washington wird künftig mehr verlangen

Von  |
Nach der ersten Redeschlacht hat Hilary Clinton den Vorteil auf ihrer Seite.

Clinton hat das TV-Duell, aber nicht die Wahl für sich entschieden. Sie wäre für Deutschland und die anderen EU-Staaten der bessere Partner. Die US-Politik wird sich ohnehin ändern. Der Leitartikel. Mehr...

Fall Jenna Behrends

Überfällige Sexismus-Debatte in der CDU

Der Berliner CDU-Landesparteichef Frank Henkel weiß, wie er mit seinen Parteikolleginnen umzugehen hat.

Sexismus ist nichts, was die Berliner CDU exklusiv für sich beansprucht. Er findet sich in Parteien, Unternehmen und Verbänden. Eine breite Debatte darüber ist lange überfällig. Der Leitartikel. Mehr...

Verlagsveröffentlichung


Der Kampf um die Startbahn West +++ Tschernobyl-Katastrophe erreicht Frankfurt +++ Attentate erschüttern Rhein-Main-Gebiet +++ Der Main erhält ein Museumsufer +++ Hochhäuser in Frankfurt

Videonachrichten Politik
Dossier


Millionen Menschen verlassen ihre Heimat. Sie fliehen vor Krieg oder Umweltschäden; sie suchen Arbeit, ein besseres Leben. Nicht wenige sterben, etwa vor Lampedusa. Andere schaffen es nach Deutschland - und werden hier nicht immer gut behandelt.

Übersichtsseite - alles auf einen Blick.

Zuwanderung in Frankfurt und Rhein-Main.

Schicksale - die betroffenen Menschen.

Lampedusa - Europa schottet sich ab - die Folgen.

Anzeige

Talkshow-Kritiken auf einen Blick
Meinung