Das Dossier, in dem von homoerotischen Beziehungen des früheren Augsburger Bischofs Walter Mixa zu Priestern und anderen Sündenfällen die Rede ist, war der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) und der Süddeutschen Zeitung schon länger bekannt. FAS-Autor Daniel Deckers sagte im Deutschlandradio, er habe gehofft, "dass dieses Fass zubleibt". Nachdem sich Mixa in der Welt aber zum Opfer einer Intrige stilisiert habe, habe man an die Öffentlichkeit gehen müssen. "Das war das Signal für mich und andere Kollegen zu sagen, wenn man die Auseinandersetzung auf diese Weise sucht, dann können sie diese Auseinandersetzung auch haben."
Der FR sagte Deckers, über Mixas Alkoholprobleme habe er bereits 2005 geschrieben. Als Mixa und sein Anwalt mittels der Springer-Zeitungen nun eine ganz andere "Storyline" entwerfen wollten, habe er die Informationen, die ihm vorlagen, noch einmal zusammengefasst, um dieser Instrumentalisierung der Medien entgegenzuwirken. Mit den SZ-Kollegen sei das nicht abgesprochen gewesen. "Wir kennen und schätzen uns, mehr nicht", sagte Deckers.