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Hessische Versuchsschule: Vier Schüler sexuell missbraucht

Auch an der renommierten Helene-Lange-Schule in Wiesbaden sind jetzt sexuelle Übergriffe bekanntgeworden. Sie reichen in die Zeit der früheren Leiterin Enja Riegel zurück. Von M. Grabenströer

Enja Riegel war Leiterin der Helene-Lange-Schule, als Hajo W. dort Kinder missbraucht hat.
Enja Riegel war Leiterin der Helene-Lange-Schule, als Hajo W. dort Kinder missbraucht hat.
Foto: FR/Hoyer

Auch an der Helene-Lange-Schule, einer Vorzeigeschule in Wiesbaden, hat es Fälle von Missbrauch an Jugendlichen gegeben. Das hat die ehemalige Schulleiterin Enja Riegel eingeräumt.

Bekannt geworden sind bisher vier Missbrauchsfälle mit circa 15 Jahre alten Schülern um das Jahr 1990. Der Kunsterzieher und Fotograf Hajo W., der inzwischen verstorben ist, wurde danach an eine andere Wiesbadener Schule versetzt. Die ehemalige Schulleiterin Enja Riegel hat mit dem Kunstlehrer, dessen Taten nie vor Gericht kamen, ein Buch über die Geschichte der Helene-Lange-Schule veröffentlicht. Neben Hajo W. als Illustrator wirkte an dem Buch auch der Lehrer Gerold Becker mit, dem ebenfalls Übergriffe auf Schüler zur Last gelegt werden. Gerold Becker ist ehemaliger Schulleiter der Odenwaldschule in Heppenheim.

Die Wiesbadener Helene-Lange-Schule, die den Titel Unesco-Schule trägt, ist eine Versuchsschule des Landes Hessen, die ein "neues Verständnis" von Lernen praktizieren will.

Autor:  Michael Grabenströer
Datum:  12 | 3 | 2010
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