kalaydo.de Anzeigen

Kommentar zur Odenwaldschule: Mehr Mut

In der Odenwaldschule ist viel falsch gelaufen. Jetzt hat sie die Chance zur Wiedergutmachung. Nur ein Personalwechsel ohne Wenn und Aber bietet die Möglichkeit zum Neubeginn. Von Frauke Haß

Frauke Haß ist Wissenschafts- und Bildungsredakteurin der Frankfurter Rundschau.
Frauke Haß ist Wissenschafts- und Bildungsredakteurin der Frankfurter Rundschau.
Foto: fr

Ein klarer Schnitt. Etwas anderes kommt nicht in Frage. Nur ein Personalwechsel ohne Wenn und Aber bietet die für die Odenwaldschule notwendige Chance zum Neubeginn. Leider klingt es ganz und gar nicht danach, wenn Vorstandschefin Sabine Richter-Ellermann nun mitteilt, dass der Vorstand am Samstag "mehrheitlich zurücktreten" werde.

Dabei ist es unzumutbar, dass an der Schule weiter Menschen das Sagen haben sollen, die schon 1999 ein äußerst schwaches Bild abgegeben haben. Als damals die FR den sexuellen Missbrauch publik machte, passierte gar nichts. Schule und Schulbehörde gingen einfach zur Tagesordnung über. Auch Geschäftsführer Meto Salijevic war damals schon im Vorstand. Zu Recht fordern die Altschüler auch seinen Rücktritt.

In der Odenwaldschule ist viel falsch gelaufen. Jetzt hat sie eine Chance, die Wiedergutmachung wenigstens einzuleiten. Dazu gehört auch eine Neubesetzung des exklusiven Trägervereins, dessen Mitglieder viel zu eng in die alten Bünde verwoben sind. Was nötig ist? Die Aufsicht über die Schule muss komplett neu organisiert werden. Auch personell.

Autor:  Frauke Haß
Datum:  22 | 3 | 2010
Kommentare:  Kommentieren
Empfehlen:  E-Mail
Leserbrief:  Leserbrief
Artikel:  Drucken
Spezial

Das Land Hessen entlässt seine besten Beamten, erklärt erfolgreiche Steuerfahnder für verrückt. Was steckt dahinter?

Meinung

Klare Worte - die Meinungsseiten der FR.

Spezial

Bespitzelung von Beschäftigten, Datenklau, Elena, Swift - Was passiert mit unseren Daten?