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Odenwaldschule: Wolff wehrt sich

Die frühere hessische Kultusministerin Karin Wolff wehrt sich gegen den Eindruck, nicht angemessen auf Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs an der Odenwaldschule reagiert zu haben. Von Pit von Bebenburg

Die ehemalige hessische Kultusministerin wehrt sich: Ihr Ministerium hätte 1999 das Notwendige getan.
Die ehemalige hessische Kultusministerin wehrt sich: Ihr Ministerium hätte 1999 das "Notwendige getan".
Foto: dpa

Die frühere hessische Kultusministerin Karin Wolff (CDU) widerspricht dem Eindruck, sie habe nicht angemessen auf Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs an der Odenwaldschule reagiert. Von Seiten ihres Ministeriums sei "das Notwendige gemacht worden", sagte Wolff der Frankfurter Rundschau. Die Vorwürfe waren 1999 bekannt geworden, als Wolff Ministerin war.

Das Ministerium habe dem zuständigen Schulamt damals den Auftrag erteilt "zu prüfen, was da gemacht werden muss", sagte Wolff der FR. "Was bei uns lag im Ministerium, das haben wir gemacht." Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft habe sich herausgestellt, dass die Vorwürfe strafrechtlich bereits verjährt gewesen seien. Ob es einen Abschlussbericht des Schulamts oder des Ministeriums in der Sache gegeben habe, könne sie nicht mehr mit Sicherheit sagen.

Karin Wolff betonte jedoch, sie habe "auf der Stelle" dafür gesorgt, dass der verdächtige Schulleiter nicht weiter als Berater für das Ministerium und die Schulen tätig gewesen sei. "Der hat keinen Fuß mehr reingekriegt", betonte sie.

Damals und heute sei es Sache des Trägers der Schule, Ansprechpartner für betroffene Schüler zu sein. "Das ist nicht Sache des Ministeriums." Auch jetzt müsse der Träger die Aufklärung voranbringen. "Da hat die Schulleiterin sich sehr klar und sehr offen positioniert, und das finde ich auch gut", sagte Wolff der FR.

Autor:  Pitt von Bebenburg
Datum:  8 | 3 | 2010
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