Der frühere Regensburger Domkapellmeister Georg Ratzinger hat eingeräumt, selbst Chormitglieder der Domspatzen geschlagen zu haben. "Ich habe am Anfang wiederholt auch Ohrfeigen ausgeteilt", sagte Ratzinger, der von 1964 bis 1994 im Amt war. Der Bruder von Papst Benedikt XVI. gab auch zu, von Prügeln in der Internatsvorschule gewusst zu haben. Aber die Berichte der Schüler "sind bei mir nicht so angekommen, dass ich glaubte, etwas unternehmen zu müssen." Heute verurteile er die Prügel.
Die Bischofskonferenz sagte in Fällen sexuellen Missbrauchs den Behörden volle Unterstützung zu. Die Kirche fordere Geistliche zur Selbstanzeige auf, wenn Anhaltspunkte vorlägen, und informiere von sich aus die Strafverfolgungsbehörden. Darauf werde nur unter außerordentlichen Umständen verzichtet, etwa wenn ein Opfer dies nicht wünsche. (ddp/dpa)