Im Fernverkehr steigen die Preise moderat. Die einfache Fahrt im ICE in der Zweiten Klasse kostet zwischen Frankfurt und Mannheim künftig 26 Euro und damit 50 Cent mehr.
Je einen Euro teurer werden die Verbindungen Stuttgart-München mit 53 Euro und Nürnberg-Berlin mit 90 Euro. Zwei Euro mehr zahlt man künftig für die Strecke Frankfurt-Berlin (113 Euro) und Dortmund-München (129 Euro).
Wer früh und mit Zugbindung bucht, kann künftig noch mehr sparen. Im Fernverkehr wird das attraktive Angebot "Dauer spezial" kräftig ausgeweitet. Künftig gibt es das Sonderticket schon ab 19 Euro für kürzere Strecken bis 250 km.
Das neue "Dauer Spezial Familie" kostet ab 49 Euro, bis zu drei eigene Kinder können kostenlos mitfahren.
Das Standardangebot "Dauer-Spezial" kostet im Inland unverändert ab 29 Euro (zweite Klasse) und ab 49 Euro (erste Klasse), in Europa ab 39 Euro.
Auf alle "Dauer-Spezial"-Sonderpreise gibt es künftig ebenfalls 25 Prozent Rabatt mit der Bahncard 25. Auch Mitfahrerrabatt und 50 Prozent Kinderermäßigung sind nutzbar, was sehr günstige Paketpreise ermöglicht.
Das Problem: Die Spezial-Fahrscheine sind streng kontingentiert und oft rasch ausverkauft, besonders rund ums Wochenende. Wer die Fahrt nicht antritt, kann das Ticket nun gegen 15 Euro Gebühr auch umtauschen oder bekommt das Geld zurück.
Mit Bahncard 50 gibt es bei Spezial-Tickets weiterhin keinen Rabatt.
Die beliebteste Bahncard 25 kostet weiterhin 57 Euro (2. Klasse) und 114 Euro (1. Klasse). Auch die Jugendvariante wird mit 10 Euro nicht teurer. Dagegen werden für die BC 50 künftig 230 Euro und für die 1. Klasse 460 Euro fällig, das sind 5 und 10 Euro mehr.
Die Netzkarte BC 100 kostet künftig 3800 Euro und 6400 Euro, das sind 150 und 250 Euro mehr. Bahncard-Besitzer können in 118 Städten kostenlos den Nahverkehr zur Weiterfahrt nutzen.
Wer garantiert einen Sitzplatz will, muss mehr zahlen - um satte 25 Prozent auf 2,50 Euro klettert der Preis für die Platzreservierung (2. Klasse). Am Automaten und im Internet kostet der Service für die 1. Klasse sogar 3,50 Euro.
Im Reisezentrum und im Telefonverkauf werden sogar 4,50 Euro (2. Klasse) und 5,50 Euro (1. Klasse) pro Einzelreservierung kassiert.
Kaum ein Fahrschein im Regionalverkehr wird um mehr als einen Euro teurer. Die Normal- und Zeitkartenpreise steigen im Schnitt um 2,2 Prozent, viele Pauschalpreise wie das Schöne-Wochenende-Ticket aber bleiben stabil.
Preisbeispiele für die 2. Klasse und einfache Fahrt: Heilbronn-Stuttgart 10,50 Euro (bisher: 10,30 Euro); Stuttgart-Ulm 17,10 Euro (16,70 Euro); Schweinfurt-Haßfurth 5,20 Euro (5,10 Euro); Hildesheim-Magdeburg 22 Euro (21,50 Euro).
Einige der beliebten und günstigen Ländertickets kosten künftig einen Euro mehr. Das betrifft die Einzeltickets für Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz/Saarland und Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen.
Das Familienticket, mit dem fünf Personen fahren können, wird in Rheinland-Pfalz ebenfalls einen Euro teurer. Auch die Regio-Tickets verteuern sich um einen Euro, die "Hopper-Tickets" werden 50 Cent teurer.
Kaum ein Bahnfahrer zahlt den Normalpreis. Nach Angaben der DB werden inzwischen 90 Prozent der Fernverkehr-Fahrscheine und 81 Prozent der Nahverkehrstickets mit Abschlag verkauft. Im Tarifdschungel noch durchzublicken, wird allerdings auch bei der Bahn immer schwieriger.
Bilder: Kraus, Arnold, dpa (4), ddp (3).